| Die Christengemeinschaft |
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versteht sich
als eine "Bewegung für religiöse Erneuerung". Ihr Grundanliegen ist,
mit der Wirklichkeit der Auferstehung Jesu Christi zu leben. Dieses Leben erhält
seine Signatur durch die sieben Sakramente: Taufe, Konfirmation, Beichtberatung,
Abendmahl, Trauung, Priesterweihe und Heilige Ölung. Der
Gottesdienst mit Brot und Wein ist das Herz
des sakramentalen Lebens. An jedem Sonntag wird er gefeiert, dazu an
Wochentagen. Er trägt
den Namen "Die Menschen- weihehandlung", weil durch ihn des Menschen Würde
und Bestimmung im Lichte der Auferstehung offenbar wird. Die
Auferstehung Jesu Christi zu fühlen, führt zur Gemeinschaft derer, die Christen sein wollen. Die Gemeinde
der Christengemeinschaft bildet sich durch Menschen, die aus innerer Freiheit und Liebe sich zu dem lebendigen, gegenwärtigen
Christus bekennen und aus seinem Geist schöpfen und handeln wollen. In diesem
Gemeindeleib wirkt der Christus durch die Sakramente. Mit jeder Gemeinde
verbindet sich ein übersinnliches Wesen, ein Engel,
ein Diener des Christus. Die sichtbare Kirche steht in Raum und Zeit und ist
die Hülle für das Gemeindeleben. Eine Gemeinde
mit anderen Gemeinden verbunden wird zur "Ecclesia",
zur Gemeinschaft derer, die herausgerufen sind, die heilbringende Macht des
Christus zu empfinden. Begründet wurde
die Christengemeinschaft im Jahre 1922. Die Begründer kamen aus den
verschiedensten Konfessionen und Berufen. Die leitenden Persönlichkeiten waren
protestantische Theologen, vor allem der über seine Pfarrertätigkeit weit
hinaus bekannt gewordene Dr. Friedrich Rittelmeyer.
Die wesentliche Hilfe zur Begründung verdankt sie Rudolf Steiner und der durch ihn
ins Leben gerufenen Anthroposophie. Wirtschaftlich
ist die Christengemeinschaft unabhängig. Sie lebt von dem, was ihr die Mitglieder
und Freunde geben. Jeder wird seine Zuwendung nach dem richten, was die
Christengemeinschaft ihm bedeutet. Ihre rechtliche
Form findet die Gemeinde Unterlengenhardt in der
Region Südwestdeutschland innerhalb der Körperschaft des öffentlichen Rechts
Baden-Württembergs. |
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| Die Christengemeinschaft Unterlengenhardt |
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Am Nordrand der Schwarzwaldes, unweit von Bad Liebenzell und Hirsau, oberhalb des Nagoldtales,
erstreckt sich das Waldhufendorf Unterlengenhardt. ln den Jahren
nach dem zweiten Weltkrieg zogen immer mehr geistig suchende Menschen an diesen Ort. So entsprangen
hier vielerlei anthroposophische Aktivitäten.
Es entstand auch das Bedürfnis nach dem Sakrament der Christengemeinschaft.
Bald konnte die Bitte nach den kultischen
Handlungen durch die aus Pforzheim kommenden Priester erfüllt werden. Allmählich bildete
sich dadurch ein Gemeindezentrum der Christengemeinschaft, und es entstand der
Entschluß, eine Kirche zu bauen. Mehrere Anläufe
wurden unternommen. Schließlich wurde am 15. Mai 1994 der Grundstein
gelegt und eineinhalb Jahre später, am
16.September 1995, die Weihe der Kirche vollzogen. Seither ist sie der
Mittelpunkt eines vielfältigen Gemeindelebens. Die Menschen
kommen ‑ oft von weither ‑,
um die Menschenweihehandlung zu erleben, Taufen, Konfirmationen, Trauungen,
Bestattungen, mitzufeiern oder auch nur, um das Gespräch mit dem Priester zu
suchen. In Verbindung mit religiösen Studienkursen, Jahresfesten und Basaren
entsteht immer wieder neu ein lebendiger, sozialer Organismus, der sich
getragen weiß aus der freien Opferkraft ihrer Mitglieder und Freunde. In unserer
gegenwärtigen und auch in der zukünftigen Zeit bedarf es für die Menschheit und
für die Erde der Kräfte, die das Gute verstärken und die Herzen der Menschen
erwärmen – und um in dieser Arbeit nicht müde zu werden, der Hilfen aus der
geistigen Welt. Die
Christengemeinschaft hat sich die Aufgabe gestellt, eine Bewegung zu bleiben,
sich ständig neu zu weiten und sich zu öffnen für alle Menschen, die eine religiöse
Erneuerung anstreben, so daß sie Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die IHN
im Innersten ihres Herzens suchen, eine Heimat sein kann. |
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