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Gemeinde Michael-Kirche in München-Mitte
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Gemeindebrief |
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Die Waffen des Lichts Finden wir mitten in unserem gewöhnlichen Leben Anzeichen, dass wir heute im Zeitalter des Erzengels Michael leben? Im Religionsunterricht der Oberstufe will eine Lehrerin die Schüler zum Nachdenken über die Zukunft anregen. Sie stellt ihnen die Aufgabe, in einem Essay ein Bild der Zukunft zu malen. Eine Jugendliche gibt ihrem Aufsatz die Überschrift Projekt Zukunft. Der Inhalt dieses Aufsatzes erscheint mir so interessant, dass ich ihn hier kurz referieren möchte. Sie schreibt:
Die Lehrerin war nicht zufrieden: "Warum so pessimistisch, traurig und ohne Hoffnung?" Antwort der Schülerin: "Ich bin nur realistisch und habe mich gut informiert." Von der Lehrerin aufgefordert, doch wenigstens den Schluss positiv zu gestalten, denkt sie lange nach. Schließlich fällt ihr einer ihrer Lieblingssätze ein, den sie irgendwo mal gehört hat. ("Er steht, glaube ich, in den Römerbriefen"). "So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts." Dieser Satz steht wirklich im Brief des Paulus an die Römer (Kap. 14, Vers 12). Aber er steht auch geschrieben im Herzen dieser wachen Jugendlichen als einer ihrer Lieblingssätze! Das kann uns Mut machen. Günther Dellbrügger
Auflösung am Ende dieses Gemeindebriefs Zur finanziellen Situation der Gemeinden in Deutschland Liebe Mitglieder und liebe Freunde der Michael-Kirche, nach mehreren Jahrzehnten der scheinbaren finanziellen Abgesichertheit sowohl der Christengemeinschaft in Deutschland wie auch unserer Gemeinde, der Michael-Kirche, wurden wir Anfang des Jahres von unserem Lenker, Herrn Melchior Tautz, anlässlich unserer Gemeindeversammlung mit der schwierigen finanziellen Lage der Christengemeinschaft konfrontiert. Er informierte uns über eine Lücke von 160000 Euro in der Altersversorgung der emeritierten Pfarrer. Herr Tautz teilte uns außerdem mit, dass die Region Norddeutschland die Beiträge für den Körperschaftsverband, der ja für die Altersversorgung zuständig ist, nicht länger aufbringen kann und die dort lebenden und arbeitenden Pfarrer eine Reduktion ihrer Gehälter von 5 % hinnehmen müssen. In der Region Deutschland-Mitte stünde die gleiche Situation demnächst bevor. Die Lenker sind mit dieser Botschaft in ihre Regionen zurückgekehrt, mit der Bitte des Körperschaftsverbands, mit ihren Gemeinden und in ihrer jeweiligen Region diese dramatische Situation zu besprechen und die Lücke nach Möglichkeit schließen zu helfen. Sollten die Regionen sich nicht in der Lage sehen, zusätzliche Gelder zu beschaffen, müssten alle Pfarrer Gehaltseinbußen von bis zu 5 % hinnehmen. Unsere Region Bayern gilt nach wie vor als eine der "reicheren" Regionen und es war sehr schnell klar, dass wir, die Vertreter der bayerischen Gemeinden im Verwaltungsrat und der Region, unser Möglichstes tun würden, um "unseren" Beitrag zur Lösung der Situation zu leisten. Die anderen Regionen empfanden ähnlich und so können wir heute berichten, dass die akute Notsituation in der Altersversorgung für das Jahr 2008 durch die Brüderlichkeit aller Regionen und Gemeinden bereinigt ist. Leider kann damit keine "Entwarnung" gegeben werden. Denn: Die Situation, die wir in 2008 haben, wird sich die nächsten Jahre fortsetzen. Die Rücklagen des Körperschaftsverbands sind aufgebraucht - die Altersversorgung ist langfristig damit weiterhin ungesichert. Das bedeutet für die Regionen eine Erhöhung der Beiträge für die Altersversorgung von 5 - 7 %. Dies trifft die Gemeinden hart in einer Zeit, in der fast alle Gemeinde-Haushalte kaum noch als ausgeglichen bezeichnet werden können. Es ist möglich, diese Situation als Chance zu begreifen! Und auf diese Sichtweise stützen wir uns und wollen Sie mit uns gemeinsam zum Denken und Handeln anregen! Wir sehen nämlich die Zeichen der äußeren Welt (die Finanzen) als einen Hinweis darauf, dass wir uns Fragen stellen müssen wie zum Beispiel:
Das sind nur einige der Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen. Wir sind fest überzeugt, dass, wenn wir all unseren Fragen offen und ehrlich begegnen, wir uns nach und nach der Lösung unseres Problems nähern und möglicherweise damit sogar einen Schritt in Richtung Weiterentwicklung der Christengemeinschaft gehen. Diese Art, grundsätzliche Fragen zu stellen, wird auf allen Ebenen praktiziert werden müssen, auf der Ebene des Siebenerkreises und der Deutschen Konferenz (des Entscheidungsorgans des Körperschaftsverbands) und auf der Ebene der Regionen und der Gemeinden. Wir laden Sie deshalb herzlich ein, mit uns in ein Gespräch zu treten! Wir brauchen in den nun folgenden Diskussionen jeden Einzelnen von Ihnen mit seinen persönlichen Gedanken und Ideen zum Thema! Wir sind sicher, dass in jedem von Ihnen Möglichkeiten und Fähigkeiten liegen, die, wenn wir sie alle zusammen führen, äußerst hilfreich sind. Der kommende »Gesprächsabend Zukunft« am 25.09. um 20 Uhr wird eine der Gelegenheiten sein, sich gemeinsam mit diesem Thema zu befassen. Sie können aber jederzeit Ihre Gedanken bei uns äußern, sei es persönlich, telefonisch oder schriftlich. Wir freuen uns über Ihr Mitdenken und jede Ihrer Anregungen. Martina Hansel-Wolfshörndl, Holger Richardsen, Günther Dellbrügger Programmpunkte - Informationen zu unseren Veranstaltungen - 2. Malkurs Farbe-Form-Wort mit Maren Glockmann Wir werden mit einer neuen Technik (Kreide, Leim, Ölfarbe) arbeiten. Dabei wollen wir uns wie bisher bemühen, die Grenzen und Enge unserer eigenen Vorstellungen zu erweitern, und werden dabei wieder viel Freude haben. Die Kursgebühr beträgt 150 Euro inklusive Material. Anmeldung bei Maren Glockmann, Tel. 34 077 481. Maren Glockmann - Impfen im Kindesalter Hinweis des Arbeitskreises Schutz der Kindheit - Alliance for childhood: Vortrag von Georg Soldner zum Impfen im Kindesalter. Veranstalter: Gesundheit Aktiv München Christa Schunke - Spielend lernen Hinweis des Arbeitskreises Schutz der Kindheit - Alliance for childhood: Unter diesem Motto laden Künstler, Ärzte und Therapeuten ein zu Begegnungen mit u.a. folgenden Themen: Mitmachzirkus, Sturm im Wasserglas, aus der Praxis des anthroposophischen Arztes, Angeln ohne Schein, mitmachen, reden, sich besinnen. Veranstalter: Gesundheit Aktiv München Christa Schunke - Substanz der Zukunft Vortrag: Wir verbrauchen die Erde, wir verwandeln ihre Gaben: Bleibt genug, um daraus eine Zukunft zu bauen? Die Güter der Welt sind ungleich verteilt, ebenso aber auch die Fähigkeiten und Impulse für eine bessere Zukunft. Die wirtschaftliche Globalisierung verstärkt die Ungerechtigkeit der Verteilung, die Globalisierung der Solidarität hilft, eine neue Substanz der Zukunft zu schaffen. In alten Zeiten wechselten die Zentren der Kultureinschläge der Menschheitsentwicklung über die Erde hin. Heute können wir Impulse der Zukunft global erfahren, aufnehmen und mit unserer eigenen Kraft verstärken und entfalten. Rajagopal, der die indische Volksbewegung Ekta Parishad (gemeinsames Forum) gegründet und mit dem großen Marsch der 25000 Landlosen großes Aufsehen und handfeste Wirkung erreicht hat, zeigt einen Weg zur Globalisierung der Solidarität auf, den Menschen überall auf der Erde gehen können. Seminar: Ekta Parishad setzt sich dafür ein, dass die Landlosen Indiens zu einem Stück Land kommen und das Recht erhalten, ihren Lebensunterhalt zu beschaffen. Haben wir nicht ganz andere Probleme? In unserer Welt wird mehr und mehr von der gewaltfreien Kommunikation gesprochen, die wir auf allen Feldern des Lebens üben können. Rajagopal geht in seiner Arbeit einen Schritt weiter: Er kämpft gewaltfrei. Wie geht das? Julius Reubke - Schnittpunkt: Die Bedeutung des Leidens und des Todes Am 14. und 15. November haben wir die Freude, einen tibetischen Mönch in unserer Gemeinde zu begrüßen. Loten Dahortsang ist als Kind aus Tibet geflohen und im tibetischen Kloster in Rikon/Schweiz aufgewachsen. Er kennt die Christengemeinschaft gut, und ich schätze ihn von gemeinsamen Tagungen her als kompetenten, höflichen und heiteren Gesprächspartner, der ausgezeichnet Deutsch spricht (mit leichtem Schweizer Akzent). Eine gute Gelegenheit, interessierte Bekannte und Freunde mitzubringen! Günther Dellbrügger - Marionettentheater Zaubergarten Wir bereiten das Märchen Als Kalamona die Winde fesselte vor und wollen es ab Herbst spielen. Wir hoffen, dass wir vielen Menschen wieder Freude bereiten können - auch Kindern, die ganz andere Unterhaltung gewohnt sind. Ein Bub sagte nach einem Spiel: "Da will ich wieder hin, das ist schöner als Fernsehen." Christa Eva Jacquet - Abendveranstaltungen: Beginn 20 Uhr oder 19:30 Uhr? Seit einiger Zeit bewegen wir in verschiedenen Gremien unserer Gemeinde die Frage, ob unsere regelmäßigen Abendveranstaltungen an den Donnerstagen um 20 Uhr oder schon um 19:30 Uhr beginnen sollen. Wir bitten Sie hiermit um Ihre schriftliche Äußerung zu dieser Frage an das Gemeindebüro, damit wir uns ein Bild machen können. Günther Dellbrügger Aktuelles aus dem Gemeinderat Mit dieser Ausgabe beginnen wir, Sie an dieser Stelle regelmäßig über die Themen der Gemeinderatssitzungen zu unterrichten. Übrigens: Unsere aktuellen Sitzungstermine finden Sie am Info-Brett am Forumseingang in der Kirche. Alle Gemeindemitglieder sind als Gäste bei unseren Sitzungen herzlich willkommen! Zur letzten Regionalversammlung am 15. März 2008: In den Verwaltungsrat unserer Region wurden heuer folgende Menschen berufen: Herr Linnenberg (Augsburg), Frau Messing (Prien), Herr Pfarrer Fellner (Würzburg). In ihrem Amt bestätigt wurden: Herr Beger (Erlangen) und Frau Hansel-Wolfshörndl (München-Mitte). Herr Tautz ist als Lenker qua Amt Mitglied im Verwaltungsrat. Aus den Mitgliedern des Verwaltungsrates wird der geschäftsführende Vorstand berufen. Herr Schmidt (München-Pasing) und Herr Martin (Nürnberg) bekleiden dieses Amt zusammen mit Herrn Tautz. Aus den Wertpapiererlösen in 2007 gewährt unsere Region dem Körperschaftsverband auf Grund des hohen Defizits einen Sonder-Zuschuss zur Altersversorgung der Priester in Höhe von 20000 Euro für das Jahr 2008. Die Kirchenbauten in Pasing und Augsburg: Ein seit langer Zeit zugesagter Förderbeitrag für den Bau in Pasing (Blumenau) in Höhe von 200000 Euro floss nun zum 30. Juni an die dortige Gemeinde, da die ersten Bauarbeiten begonnen haben. Nach ausführlicher Beratung im Gemeinderat und auf der Regionalversammlung beschlossen wir, auch der Gemeinde Augsburg 100000 Euro für ihren etwa Mitte 2009 geplanten Kirchenbau als Schenkung zuzusagen. Die Bauprojekte unserer eigenen Gemeinde: Die formelle, schriftliche Baugenehmigung für den Einbau des Aufzugs und den Umbau der Gemeinderäume liegt jetzt vor und die Bauarbeiten begannen am 16. Juni. Die Bauarbeiten für den Ausbau des Dachgeschosses in der Rambaldistraße (Wohnung Familie Bartholl) sind abgeschlossen. Der Ausbau ist gelungen und wird allseits als sehr schön und zweckmäßig erachtet. Herr Bartholl verfügt nun über das dringend benötigte Arbeitszimmer und außerdem erfährt die Immobilie dadurch eine Wertsteigerung. Die nicht mehr aufschiebbaren Arbeiten zur Sanierung der Fassade unseres Hauses in der Nikolaistraße 17 wurden Anfang Juni ebenfalls begonnen und sind inzwischen fertiggestellt. Klausurtagung des Gemeinderats am 07. Juni: Im ersten Teil der Klausur, der für interessierte Mitglieder geöffnet war, erörterten wir mit Herrn Bijewitz und Frau Kellermann Fragen zur Darstellung der Finanzsituation in der Gemeinde, sowie Möglichkeiten zu weiteren Einsparungen im Gemeindehaushalt. Als Ergebnis dieser Überlegungen erhalten Sie als Beilage dieses Gemeindebriefes eine Übersicht über die Entwicklung des Gemeindevermögens während der vergangenen fünf Jahre und den Stand unserer Finanzen zum 30.06.2008. Wir möchten eine größtmögliche Transparenz bezüglich der Gemeindefinanzen für Sie erreichen. Einsichtnahme in die Ist-Situation und aktive Beteiligung an der Weiterentwicklung unserer Gemeinde wird ja so erst möglich. Im zweiten Teil des Klausurtages arbeiteten wir an der arbeitsmethodischen Verbesserung unserer Arbeit ebenso wie an der Einflechtung spiritueller Abschnitte und Impulse in den Ablauf unserer Sitzungen. Nach solchen Elementen in der Arbeit bestand nicht nur ein Bedürfnis bei vielen von uns, sondern wir sind auch davon überzeugt, dass hierdurch die Arbeit fruchtbarer und effektiver wird. Mitarbeitergespräche: Bei den Mitarbeitergesprächen, die wir in regelmäßigen Abständen mit den Koordinatoren und mit unserer Verwaltungskraft Frau Schäfer führen, geht es vorwiegend um folgende Themen:
Zum Arbeitsklima: Aus Sicht des Berichterstatters herrscht im Gemeinderat ein im Durchschnitt sehr gutes Arbeitsklima. Die Zusammenarbeit zwischen den Pfarrern und uns Laien gestaltet sich außerordentlich wohltuend und ist von gegenseitigem Vertrauen und Transparenz gekennzeichnet. Verantwortung wird geteilt, d.h. auch immer wieder von Nicht-Geweihten übernommen. Nur gemeinschaftlich lassen sich die momentan anstehenden Entwicklungsschritte vollziehen. Johannes Messerschmid Dank an die Gemeindekoordinatoren Frau Rita Weber hat sich entschlossen, ihre bezahlte Koordinatorentätigkeit zum 01.07.2008 zu beenden, um so mitzuhelfen, unsere laufenden Ausgaben im Gemeindehaushalt zu senken. Sie ist aber bereit, donnerstags ihre bisherigen Arbeiten weiterhin ehrenamtlich zu leisten. Wir danken Frau Weber herzlich für ihre treue und zuverlässige Arbeit. Sie ist Ansprechpartner für viele in der Gemeinde, auch in Sorgen und Nöten, und wird dies auch bleiben! Ebenso danken wir Frau Peters, die sich bereit erklärt hat, dienstags Frau Webers Aufgaben ehrenamtlich zu übernehmen. Desgleichen hat Frau Emi Yoshida uns angeboten, ab 01.11.2008 auf ihre bezahlte Koordinatorenstelle zu verzichten, wenn wir bis dahin geeigneten ehrenamtlichen Ersatz finden. Im »Gesprächsabend Zukunft« am 25.09. um 20 Uhr soll ihre Arbeit vorgestellt werden, damit wir sehen können, wer die Aufgaben künftig übernehmen kann. Frau Yoshida wird weiterhin teilweise ihrem Mann bei der Arbeit helfen. Wir danken auch Frau Yoshida schon jetzt für ihre treue und zuverlässige Arbeit und ihren großen Einsatz für unsere Gemeinde und freuen uns, dass sie weiter da sein wird, so viel sie kann. Sowohl Frau Weber als auch Frau Yoshida haben diesen Schritt ganz von sich aus getan, um der Gemeinde finanziell zu helfen. Dafür danken wir ihnen herzlich! Günther Dellbrügger Diese Inschrift findet sich auf dem Denkmal am Kleinhesseloher See für Friedrich Ludwig von Sckell (1750 - 1823), dem Erbauer des Englischen Gartens.
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